Leinöl

Bei Leinöl handelt es sich um ein Pflanzenöl, dass aus Leinsamen gewonnen wird. Grundsätzlich hat Leinöl, wie fast die meisten Öle, eine gelbliche Färbung. An der Farbe kann man aber auch die Herstellungsart des Öles festmachen. Kaltgepresstes Öl hat eine goldgelbe Farbe. Öl das warm-gepresst wurde, geht eher in einen gelblich-braunen Ton. Frisches Leinöl schmeckt nussig oder heuartig.

Leinöl enthält besonders viel Omega 3-Fettsäuren. Das Pflanzenöl enthält durchschnittlich bei 100 ml 55 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Beim fettesten Fisch findet man bei der gleichen Menge von 100er nur 3 Gramm Omega-3. Die besonderen Fettsäuren spielen für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems eine große Rolle. Bei einem Mangel an Omega-3 kann es zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen oder sogar die Sehkraft eingeschränkt werden. Leinöl wirkt nicht nur wegen seinem Omgea-3-Gehalt gut auf den Körper. Das Öl wirkt auch antioxidativ und kann so freie Radikale aufhalten. Zudem kann der Verzehr von Leinöl eventuell den Alterungsprozess verlangsamen und vor Krebs schützen, da es einen Stoff enthält, der wie Östrogen wirkt, die sogenannten Lignane. Das Pflanzenöl soll außerdem zum Absinken des Cholesterinspiegels, zur Stärkung des Immunsystems beitragen und entzündungshemmend sein. Zudem soll der Verzehr des Speiseöls auch vor Diabetes schützen, da nach dem Essen der Blutzuckerspiegel geringer ansteigt. Bereits beim Verzehr von einem Esslöffel Leinöl soll eine positive Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden erkennbar sein.

Wofür kann man Leinöl überhaupt verwenden? Leinöl sollte nicht zum Kochen verwendet werden, sonder nur für kalte Speisen. Daher findet das Pflanzenöl am ehesten für Salate, im Quark oder anderen kalten Speisen Anwendung. Vor allem zu schwefelhaltigen Speisen passt das Speiseöl gut, da dadurch der nussige Geschmack besonders zur Geltung kommt. Leinöl kann man zu Fisch, Käse, Jogurt oder Quark essen, aber auch zu Eiern, Kartoffeln oder süßen Speisen wie Obstsalat. Frisch schmeckt das Öl am Besten. Wenn es frisch ist riecht es nach Heu oder anderen Kräutern. Leider ist das Öl nicht so lange Haltbar wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl. Deshalb ist es ratsam lieber kleine Mengen zu kaufen. Abgelaufenes Leinöl riecht ranzig und schmeckt bitter. Um die Lebensdauer zu verlängern, sollte das Öl kühl und dunkel gelagert werden, dann ist es nach dem ersten Öffnen rund 2 Monate zu gebrauchen.